Reihensummen-Rechner
Potenzsummen · Arithmetisch · Geometrisch · Mit Rechenweg
Berechnen Sie die Summe von Σk¹, Σk², Σk³, Σk⁴ sowie arithmetischen und geometrischen Reihen – mit Herleitung, Vergleichstabelle und Balkendiagramm.
Reihentyp
Schnellbeispiele
Berechnet Σk=1n kᴸ • Geschlossene Formel für p = 1–6; direkte Summation für p > 6
Geschlossene Formel
Schrittweise Herleitung
Balkendiagramm der Teilsummen (bis zu 50 Glieder)
Tabelle der einzelnen Glieder (erste 20 Zeilen)
Formeln für Reihensummen: Von Gauß bis Faulhaber
Mit einer einzigen Formel lassen sich lange Zahlenfolgen in Sekunden addieren. Die Geschichte der Reihensummen reicht von der Antike bis ins Deutschland des 17. Jahrhunderts. Heute werden dieselben Ideen in der Algorithmusanalyse, Statistik, Finanzmathematik und Physik eingesetzt.
Die Gaußsche Summenformel: 1 + 2 + ... + 100 = 5050
Der Überlieferung nach sollte der junge Carl Friedrich Gauß um 1787 alle Zahlen von 1 bis 100 addieren. Er erkannte sofort: Paart man das erste und letzte Glied (1+100=101), danach 2+99 und so weiter, entstehen 50 Paare mit jeweils 101. Das Ergebnis lautet 50 × 101 = 5050. Dieses Paarungsverfahren führt zur bekannten Gaußschen Summenformel:
S(n) = n(n+1)/2 [Summe der ersten n natürlichen Zahlen]
Der Wert heißt auch n-te Dreieckszahl Tₙ, weil sich n(n+1)/2 Punkte als gleichseitiges Dreieck anordnen lassen.
Summe der Quadrate und Kuben
Die Formel für die Quadratsumme war bereits antiken griechischen und chinesischen Mathematikern bekannt. Sie erscheint in Kombinatorik, Statistik und Physik:
Σk² = n(n+1)(2n+1)/6 [Quadratsumme 1² + 2² + ... + n²]
Für die Kubiksumme gilt eine besonders schöne Identität: der um 100 n. Chr. bekannte Satz von Nikomachos.
Σk³ = [n(n+1)/2]² = (Σk)² [Kubiksumme = Quadrat der Zahlensumme]
So ist 1³ + 2³ + 3³ + 4³ + 5³ = 225 = 15² = (1+2+3+4+5)². Jede Summe der ersten n Kuben ist somit eine Quadratzahl.
Faulhabersche Formel und höhere Potenzen
Der deutsche Rechenmeister Johann Faulhaber (1580–1635) bestimmte Potenzsummen von Σk¹ bis Σk17 von Hand. Die nach ihm benannten Faulhaberschen Formeln beschreiben jede Summe Σkᴸ als Polynom vom Grad p+1 in n; der führende Koeffizient ist 1/(p+1):
| p | Formel für Σk=1n kᴸ |
|---|---|
| 1 | n(n+1)/2 |
| 2 | n(n+1)(2n+1)/6 |
| 3 | [n(n+1)/2]² |
| 4 | n(n+1)(2n+1)(3n²+3n−1)/30 |
| 5 | n²(n+1)²(2n²+2n−1)/12 |
| 6 | n(n+1)(2n+1)(3n⁴+6n³−3n+1)/42 |
Arithmetische und geometrische Reihen
Bei einer arithmetischen Reihe wächst jedes Glied um dieselbe Differenz d. Für das erste Glied a und n Glieder lautet die Summe:
S = n/2 × (2a + (n−1)d) = n × (a + letztes Glied) / 2
Bei einer geometrischen Reihe wird jedes Glied mit demselben Quotienten r multipliziert. Für das erste Glied a und n Glieder gilt:
S = a(r⊃n; − 1) / (r − 1) für r ≠ 1 ; S = n × a für r = 1
Geometrische Reihen treten bei Zinseszins, periodischen Dezimalzahlen und in der Signalverarbeitung auf. Beispielsweise lässt sich 0,333... als unendliche geometrische Reihe mit dem Quotienten r = 1/10 darstellen.
Anwendungen in Algorithmik und Naturwissenschaften
- Algorithmusanalyse: Selectionsort führt 1+2+...+(n-1) = n(n-1)/2 Vergleiche aus. Daraus folgt unmittelbar die Laufzeit O(n²).
- Physik: Wegsummen bei gleichmäßig beschleunigter Bewegung enthalten arithmetische Reihen; Trägheitsmomente enthalten Quadratsummen.
- Finanzmathematik: Zinseszins und Rentenzahlungen lassen sich mit geometrischen Summenformeln berechnen.
- Statistik: Die Varianz einer diskreten Gleichverteilung auf {1, ..., n} verwendet Σk² und Σk.
- Computergrafik: Bézierkurven und B-Splines nutzen Polynomgrundlagen, deren Integrale mit Potenzsummen zusammenhängen.
Referenztabelle: Summenwerte für kleine n
| n | Σk | Σk² | Σk³ | Σk⁴ |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| 2 | 3 | 5 | 9 | 17 |
| 3 | 6 | 14 | 36 | 98 |
| 5 | 15 | 55 | 225 | 979 |
| 10 | 55 | 385 | 3025 | 25333 |
| 20 | 210 | 2870 | 44100 | 722666 |
| 100 | 5050 | 338350 | 25502500 | 2050333330 |