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Taubenschlagprinzip-Rechner

Verallgemeinerte Formel · Schritt-für-Schritt-Beweis · Klassische Beispiele

Berechnen Sie die Mindestanzahl an Objekten, damit garantiert mindestens m Objekte im selben Behälter liegen. Verwendet werden k(m−1)+1 und ⌈n/k⌉.

Berechnungsart wählen

Modus 1: Aus der Anzahl der Behälter (k) und der Garantieschwelle (m) wird die kleinste Gesamtzahl bestimmt, bei der mindestens ein Behälter m oder mehr Objekte enthält. Formel: k(m−1) + 1

Schnellbeispiele

Schnellübersicht — klassische Beispiele

Wählen Sie eine Karte, um den Rechner automatisch auszufüllen.

Karten & Farben
k=4, m=2 → 5
5 Karten aus einem Kartenspiel garantieren 2 derselben Farbe
Birthdays (Month)
k=12, m=2 → 13
13 Personen garantieren 2 mit demselben Geburtsmonat
Gleicher Wochentag
k=7, m=2 → 8
8 Personen garantieren 2 mit demselben Wochentag
Passende Socken
k=5, m=2 → 6
Bei 5 Sockenfarben garantieren 6 Socken ein gleichfarbiges Paar
Geburtstag (Tag)
k=366, m=2 → 367
367 Personen garantieren 2 mit demselben Geburtstag
3 gemeinsame Geburtstage
k=366, m=3 → 733
733 Personen garantieren 3 mit demselben Geburtstag

Was ist das Taubenschlagprinzip?

Das Taubenschlagprinzip, auch Schubfachprinzip oder Dirichletsches Schubfachprinzip genannt, ist ein Grundsatz der Kombinatorik. Werden n Objekte auf k Behälter verteilt, enthält mindestens ein Behälter wenigstens ⌈n/k⌉ Objekte.

Verallgemeinerte Formel

N = k(m − 1) + 1

Dabei ist k die Anzahl der Behälter und m die Belegung, die in mindestens einem Behälter garantiert werden soll. Mit k(m−1) Objekten könnte jeder Behälter noch genau m−1 Objekte enthalten; das zusätzliche Objekt erzwingt die Belegung m.

Historischer Hintergrund

Der deutsche Mathematiker Peter Gustav Lejeune Dirichlet formulierte das Schubfachprinzip im 19. Jahrhundert und nutzte es unter anderem für Resultate der diophantischen Approximation.

Anwendungen in Mathematik und Informatik

  • Existenzbeweise in Zahlentheorie und Graphentheorie
  • Kollisionen bei Hashfunktionen
  • Grenzen verlustfreier Datenkompression
  • Untere Schranken für Sortierverfahren
  • Geburtstags-, Karten- und Belegungsprobleme

Geburtstagsproblem und Geburtstagsparadoxon

Bei höchstens 366 möglichen Geburtstagen garantieren 367 Personen einen gemeinsamen Geburtstag. Das Geburtstagsparadoxon beantwortet eine andere Frage: Bereits bei 23 Personen liegt die Wahrscheinlichkeit einer Übereinstimmung über 50 Prozent. Das Taubenschlagprinzip liefert eine sichere Grenze, keine Wahrscheinlichkeit.

Beispieltabelle

BeispielBehälterGarantieMindestanzahl
Gleicher Geburtstag366 Tage2 Personen367
Gleicher Geburtsmonat12 Monate2 Personen13
Gleiche Kartenfarbe4 Farben2 Karten5
Sockenpaark Farben2 Sockenk+1

Häufig gestellte Fragen

Was besagt das Taubenschlagprinzip?
Werden mehr Objekte als Behälter verteilt, liegen mindestens zwei Objekte im selben Behälter. Allgemein sind mindestens ⌈n/k⌉ Objekte gemeinsam.
Wie lautet die verallgemeinerte Formel?
Für k Behälter und die garantierte Belegung m werden mindestens k(m−1)+1 Objekte benötigt.
Warum wird eins addiert?
k(m−1) Objekte lassen sich noch gleichmäßig ohne Belegung m verteilen. Erst das nächste Objekt erzwingt sie.
Wie wird das Prinzip in der Informatik genutzt?
Es weist Hashkollisionen nach, erklärt Grenzen der Kompression und liefert Schranken für Algorithmen und Graphenfärbungen.
Was unterscheidet das Geburtstagsparadoxon?
Das Taubenschlagprinzip liefert eine sichere Garantie; das Geburtstagsparadoxon berechnet eine Wahrscheinlichkeit.