Taubenschlagprinzip-Rechner
Verallgemeinerte Formel · Schritt-für-Schritt-Beweis · Klassische Beispiele
Berechnen Sie die Mindestanzahl an Objekten, damit garantiert mindestens m Objekte im selben Behälter liegen. Verwendet werden k(m−1)+1 und ⌈n/k⌉.
Berechnungsart wählen
Modus 1: Aus der Anzahl der Behälter (k) und der Garantieschwelle (m) wird die kleinste Gesamtzahl bestimmt, bei der mindestens ein Behälter m oder mehr Objekte enthält. Formel: k(m−1) + 1
Schnellbeispiele
Schritt-für-Schritt-Beweis
Visuelle Darstellung
Links: Verteilung im ungünstigsten Fall (m−1 je Behälter, keine Garantie). Rechts: Ein weiteres Objekt erzwingt m Objekte in einem Behälter.
Überprüfung der Verteilung
Wählen Sie ein Beispiel, um die vollständige Lösung mit dem Taubenschlagprinzip anzuzeigen.
Wie viele Personen garantieren einen gemeinsamen Geburtstag für zwei oder drei Personen?
Wie viele Socken müssen blind gezogen werden, um ein gleichfarbiges Paar zu garantieren?
Garantiert zwei Personen mit gleichem Geburtsmonat oder Wochentag.
Mindestzahl gezogener Karten für zwei Karten derselben Farbe.
Beliebige 6 Zahlen aus {1…10} garantieren ein Paar mit Summe 11.
5 Punkte in einem 1×1-Quadrat garantieren 2 Punkte mit Abstand ≤ 1/√2.
Lösung
Schnellübersicht — klassische Beispiele
Wählen Sie eine Karte, um den Rechner automatisch auszufüllen.
Was ist das Taubenschlagprinzip?
Das Taubenschlagprinzip, auch Schubfachprinzip oder Dirichletsches Schubfachprinzip genannt, ist ein Grundsatz der Kombinatorik. Werden n Objekte auf k Behälter verteilt, enthält mindestens ein Behälter wenigstens ⌈n/k⌉ Objekte.
Verallgemeinerte Formel
N = k(m − 1) + 1
Dabei ist k die Anzahl der Behälter und m die Belegung, die in mindestens einem Behälter garantiert werden soll. Mit k(m−1) Objekten könnte jeder Behälter noch genau m−1 Objekte enthalten; das zusätzliche Objekt erzwingt die Belegung m.
Historischer Hintergrund
Der deutsche Mathematiker Peter Gustav Lejeune Dirichlet formulierte das Schubfachprinzip im 19. Jahrhundert und nutzte es unter anderem für Resultate der diophantischen Approximation.
Anwendungen in Mathematik und Informatik
- Existenzbeweise in Zahlentheorie und Graphentheorie
- Kollisionen bei Hashfunktionen
- Grenzen verlustfreier Datenkompression
- Untere Schranken für Sortierverfahren
- Geburtstags-, Karten- und Belegungsprobleme
Geburtstagsproblem und Geburtstagsparadoxon
Bei höchstens 366 möglichen Geburtstagen garantieren 367 Personen einen gemeinsamen Geburtstag. Das Geburtstagsparadoxon beantwortet eine andere Frage: Bereits bei 23 Personen liegt die Wahrscheinlichkeit einer Übereinstimmung über 50 Prozent. Das Taubenschlagprinzip liefert eine sichere Grenze, keine Wahrscheinlichkeit.
Beispieltabelle
| Beispiel | Behälter | Garantie | Mindestanzahl |
|---|---|---|---|
| Gleicher Geburtstag | 366 Tage | 2 Personen | 367 |
| Gleicher Geburtsmonat | 12 Monate | 2 Personen | 13 |
| Gleiche Kartenfarbe | 4 Farben | 2 Karten | 5 |
| Sockenpaar | k Farben | 2 Socken | k+1 |