𝑒ₓ

Exponentialgleichungs-Rechner

aˣ = b · Linearer Exponent · Natürliches e · Quadratisch in eˣ

Exponentialgleichungen mit Logarithmen Schritt für Schritt lösen. Unterstützt a^x = b, a^(mx+n) = b, Formen mit natürlichem Logarithmus und quadratische Gleichungen in eˣ. Exakte und dezimale Lösungen mit Graph.

Gleichungstyp

Schnellbeispiele

Gleichungsvorschau

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Logarithmengesetze – Übersicht

Produktregel
log(AB) = log A + log B
Quotientenregel
log(A/B) = log A − log B
Potenzregel
log(Aⁿ) = n · log A
Basiswechsel
logₐ(b) = log(b)/log(a)
Identität des natürlichen Logarithmus
ln(eˣ) = x
Logarithmus von 1
logₐ(1) = 0 (für jedes a)
Logarithmus der Basis
logₐ(a) = 1
Umkehreigenschaft
a^(logₐ(x)) = x

Was sind Exponentialgleichungen?

Eine Exponentialgleichung ist eine Gleichung, bei der die gesuchte Variable im Exponenten steht. Die einfachste Form lautet aˣ = b und beantwortet die Frage: „Mit welcher Potenz muss a potenziert werden, damit b entsteht?“ Solche Gleichungen treten in Naturwissenschaft, Finanzmathematik und Technik immer dann auf, wenn eine Größe im Zeitverlauf multiplikativ wächst oder abnimmt.

Anders als Polynomgleichungen lassen sich Exponentialgleichungen nicht allein durch gewöhnliche algebraische Umformungen lösen. Das entscheidende Hilfsmittel ist der Logarithmus. Aus log(aˣ)=x·log(a) folgt, dass sich die Exponentialgleichung durch Logarithmieren beider Seiten in eine leicht lösbare lineare Gleichung umwandeln lässt.

Exponentialgleichungen Schritt für Schritt lösen

Typ 1 – Grundform: aˣ = b

Beide Seiten werden mit einer beliebigen Logarithmusbasis logarithmiert; danach wird die Potenzregel angewendet:

  • Logarithmieren: log(aˣ) = log(b)
  • Potenzregel: x · log(a) = log(b)
  • x isolieren: x = log(b) / log(a), also die Basiswechselformel

Beispiel: 5ˣ = 100 → x = log(100)/log(5) = 2/log(5) ≈ 2,861353

Typ 2 – Linearer Exponent: a^(mx+n) = b

Nach dem Logarithmieren wird die Potenzregel angewendet und die entstehende lineare Gleichung gelöst:

  • Logarithmieren: (mx + n) · log(a) = log(b)
  • Teilen: mx + n = log(b)/log(a)
  • n subtrahieren: mx = log(b)/log(a) − n
  • Durch m teilen: x = (log(b)/log(a) − n) / m

Typ 3 – Koeffizientenform: k·aˣ = b

Zuerst werden beide Seiten durch k geteilt, damit der Exponentialterm allein steht: aˣ=b/k. Anschließend wird wie bei der Grundform verfahren. Ist b/k≤0, existiert keine reelle Lösung.

Typ 4 – Natürliche Exponentialfunktion: eˣ = c oder e^(ax+b) = c

Hier wird der natürliche Logarithmus ln verwendet, weil ln und die Exponentialfunktion zur Basis e Umkehrfunktionen sind:

  • eˣ = c → x = ln(c)
  • e^(ax+b) = c → ax + b = ln(c) → x = (ln(c) − b) / a

Typ 5 – Quadratisch in eˣ

Eine Gleichung wie e^(2x)−5eˣ+6=0 wird durch die Substitution u=eˣ zu einer quadratischen Gleichung:

  • Substitution: u² − 5u + 6 = 0
  • Faktorisieren oder quadratische Lösungsformel: u = 2 oder u = 3
  • Rücksubstitution: x = ln(2) ≈ 0,693147 oder x = ln(3) ≈ 1,098612
  • Jeden Wert u≤0 verwerfen, da eˣ stets positiv ist.

Anwendungen von Exponentialgleichungen

GebietGleichungBedeutung von x beziehungsweise t
ZinseszinsA = P · e^(rt)Zeit bis zum Kapital A
Radioaktiver ZerfallN = N₀ · e^(−λt)Zeit bis zur Menge N
BevölkerungswachstumP = P₀ · a^tZeit bis zur Bevölkerung P
pH-WertpH = −log[H⁺]H⁺-Konzentration
ErdbebenstärkeM = log(A/A₀)Amplitudenverhältnis
SchallpegeldB = 10 · log(I/I₀)Intensitätsverhältnis

Natürlicher Logarithmus und Zehnerlogarithmus

Sowohl der natürliche Logarithmus ln zur Basis e als auch der Zehnerlogarithmus log liefern für x denselben Zahlenwert. Nach der Basiswechselformel gilt ln(b)/ln(a)=log(b)/log(a). Bei der Basis e ist ln die übersichtlichste Schreibweise; für alle anderen Basen kann ebenso gut log verwendet werden. Wichtig ist nur, innerhalb einer Rechnung dieselbe Logarithmusart beizubehalten.

Häufige Fehler vermeiden

  • Bedingungen für die Basis übersehen: Für eine eindeutige Lösung von aˣ=b muss a positiv und ungleich 1 sein.
  • Eine negative Zahl logarithmieren: Da aˣ stets positiv ist, besitzt die Gleichung für b≤0 keine reelle Lösung.
  • Den Koeffizienten k vergessen: Bei k·aˣ=b muss der Exponentialterm zuerst durch Division durch k isoliert werden.
  • Negative u-Lösungen übernehmen: Bei der Substitution u=eˣ sind nur positive Werte von u zulässig.
  • Logarithmusarten mischen: Innerhalb einer Rechnung sollten ln oder log konsequent verwendet werden.
  • Zu früh runden: Mit voller Genauigkeit rechnen und erst das Endergebnis auf die gewünschte Stellenzahl runden.

Häufig gestellte Fragen

Wie löst man eine Exponentialgleichung wie 2^x=32?
Man logarithmiert beide Seiten: x·log(2)=log(32). Durch Division durch log(2) folgt x=log(32)/log(2)=5. Die Wahl von log oder ln ändert das Ergebnis nicht.
Was ist die Basiswechselformel?
Sie lautet logₐ(b)=log(b)/log(a)=ln(b)/ln(a). Damit kann ein Logarithmus zu einer beliebigen Basis mit den üblichen Tasten log oder ln berechnet werden.
Wie löst man a^(mx+n)=b nach x auf?
Nach dem Logarithmieren gilt mx+n=log(b)/log(a). Anschließend wird n subtrahiert und durch m dividiert.
Wie löst man eine Gleichung, die quadratisch in e^x ist?
Mit der Substitution u=e^x wird die Gleichung zu einer quadratischen Gleichung in u. Nach deren Lösung setzt man zurück: x=ln(u). Wegen e^x>0 sind nur positive u-Werte zulässig.
Was ist der Unterschied zwischen ln und log?
ln bezeichnet den Logarithmus zur Basis e, log meist den Zehnerlogarithmus. Über die Basiswechselformel liefern beide bei Exponentialgleichungen dasselbe numerische Ergebnis.
Kann eine Exponentialgleichung keine Lösung besitzen?
Ja. Für eine positive Basis ungleich 1 ist a^x stets positiv. Eine Gleichung wie 2^x=−5 besitzt deshalb keine reelle Lösung.
Wo treten Exponentialgleichungen praktisch auf?
Sie modellieren unter anderem Zinseszins, radioaktiven Zerfall, Bevölkerungswachstum, pH-Werte, Schallpegel und Wirkstoffkonzentrationen.