Rechner zum Vereinfachen algebraischer Terme
Gleichartige Terme zusammenfassen · Klammern auflösen · Multiplizieren · Faktorisieren
Vereinfachen Sie Polynomterme Schritt für Schritt. Der Rechner fasst gleichartige Terme zusammen, löst Klammern auf, multipliziert nach FOIL und faktorisiert quadratische Terme – auch mit mehreren Variablen.
Schnellbeispiele
Verwenden Sie ^ für Potenzen (x^2) und * für Multiplikation (2*x oder einfach 2x). Variablen: x, y, z.
Schritt-für-Schritt-Lösung
Schnellbeispiele
Schritt-für-Schritt-Lösung
Schnellbeispiele
Schritte zum Ausmultiplizieren
Schnellbeispiele
Geben Sie einen quadratischen Term in x ein. Die Koeffizienten a, b und c dürfen beliebige reelle Zahlen sein.
Schritt-für-Schritt-Lösung
Was bedeutet das Vereinfachen algebraischer Terme?
Einen algebraischen Term zu vereinfachen bedeutet, ihn ohne Wertänderung in eine möglichst kompakte gleichwertige Form umzuschreiben. Die wichtigsten Verfahren sind das Zusammenfassen gleichartiger Terme, das Auflösen von Klammern, die Anwendung des Distributivgesetzes, das Multiplizieren von Polynomen und das Faktorisieren als Umkehrung des Ausmultiplizierens. Diese Fähigkeiten bilden die Grundlage der Algebra.
Gleichartige Terme zusammenfassen
Gleichartige Terme sind Monome mit genau denselben Variablenfaktoren und Potenzen. Beispielsweise sind 5x² und −3x² gleichartig, sodass ihre Koeffizienten addiert werden können: 5x² + (−3x²) = 2x². Ungleichartige Terme wie 4x und 4x² lassen sich nicht zusammenfassen.
Das Vorgehen lautet: (1) alle Terme auflisten, (2) nach Variablenstruktur gruppieren, (3) die Koeffizienten jeder Gruppe addieren und (4) das Ergebnis nach absteigendem Grad ordnen.
Beispiel
3x² + 2x − x² + 5x − 3
x²-Terme zusammenfassen: 3x² − x² = 2x²
x-Terme zusammenfassen: 2x + 5x = 7x
Konstante: −3
Ergebnis: 2x² + 7x − 3
Distributivgesetz und Auflösen von Klammern
Das Distributivgesetz besagt a(b + c) = ab + ac. Bei zwei benachbarten Polynomfaktoren wie (2x + 3)(x − 4) muss jeder Term des ersten Faktors mit jedem Term des zweiten multipliziert werden. Bei zwei Binomen beschreibt dies die FOIL-Methode: erste, äußere, innere und letzte Terme.
FOIL-Beispiel: (2x+3)(x−4)
| Paar | Produkt |
|---|---|
| Erste Terme: 2x × x | 2x² |
| Äußere Terme: 2x × (−4) | −8x |
| Innere Terme: 3 × x | 3x |
| Letzte Terme: 3 × (−4) | −12 |
Gleichartige Terme zusammenfassen: 2x² + (−8x + 3x) − 12 = 2x² − 5x − 12
Polynomgrad und Normalform
Der Grad eines Monoms ist die Summe seiner Variablenexponenten: 3x²y hat den Grad 3. Der Grad eines Polynoms entspricht seinem Term mit dem höchsten Grad. In der Normalform stehen die Terme absteigend: 4x³ − 2x² + x − 7. So erkennt man Leitkoeffizient (4), Grad (3) und konstantes Glied (−7).
Quadratische Terme faktorisieren
Das Faktorisieren kehrt das Ausmultiplizieren um. Beim quadratischen Term ax² + bx + c bestimmt die Diskriminante D = b² − 4ac die Art der Nullstellen:
- D > 0: zwei verschiedene reelle Nullstellen r₁, r₂ → a(x − r₁)(x − r₂)
- D = 0: eine doppelte reelle Nullstelle r → a(x − r)²
- D < 0: keine reellen Faktoren (komplex konjugierte Nullstellen)
Beispiel x² + 5x + 6: D = 25 − 24 = 1, die Nullstellen sind (−5 ± 1)/2 = −2 und −3; somit lautet die faktorisierte Form (x + 2)(x + 3).
Anwendungen in der Praxis
- Physik: Bewegungsgleichungen verwenden Polynomterme für Ort, Geschwindigkeit und Beschleunigung.
- Ingenieurwesen: Balkendurchbiegung, Spannungsformeln und Regelungssysteme beruhen auf Polynomalgebra.
- Finanzwesen: Zinseszins- und Barwertformeln lassen sich als Polynomreihen darstellen.
- Computergrafik: Bézierkurven und Flächenstücke werden durch Polynomgleichungen definiert.
- Datenwissenschaft: Polynomiale Regressionsmodelle passen Daten mithilfe von Polynomen verschiedener Grade an.