Altersvorsorge-Rechner
Inflationsbereinigte Kapitalplanung mit Aufschlüsselung nach Vorsorge-Säulen und Entnahmeanalyse
Dein Vorsorge-Profil
Gib deine Daten ein, um das benötigte Rentenkapital zu berechnen
Kapital = Ausgaben_Rente × 12 × [1 − (1+r)^(−n)] / r | r = Realrendite / 12, n = Monate im Ruhestand
Sparrate = Kapital × Monatszins / ((1 + Monatszins)^Monate − 1)
Jahr-für-Jahr-Prognose
Sieh genau, wie dein Kapital Jahr für Jahr wächst
| Jahr | Alter | Jährlicher Beitrag | Portfoliowert | Inflationsber. Wert |
|---|
Entnahmeplaner
Wie lange reicht dein Kapital im Ruhestand?
Tipp: Lass die monatliche Entnahme leer, um sie automatisch aus der Entnahmerate zu berechnen. Oder gib einen eigenen Betrag ein, um zu sehen, wie lange er reicht.
| Jahr | Jährliche Entnahme | Anlagerendite | Jahresendstand |
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Mehrquellen-Planer
Kombiniere gesetzliche Rente, betriebliche und private Altersvorsorge sowie eigene Ersparnisse
Kombinierter Beitrag von Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Rendite ist eine Annahme — passe sie an dein Vorsorgemodell an.
Jährliche Einzahlung mit vertraglich vereinbarter Verzinsung, z. B. Riester-Rente oder klassische Rentenversicherung.
Marktbasierte Vorsorgeform mit Aktien- und Anleihenanteil, z. B. fondsgebundene Rentenversicherung oder Rentenfonds.
Rechenbeispiele
Altersvorsorge planen — der vollständige Ratgeber
Die Altersvorsorge ist das wichtigste finanzielle Ziel für jeden Berufstätigen — und gleichzeitig eines der am häufigsten aufgeschobenen. Anders als ein Immobilien- oder Autokredit hat die Rente keinen fixen Termin, der einem sofort ins Auge springt. Das macht es leicht, die Planung zu verschieben. Doch die Mathematik des Zinseszinseffekts kennt kein Erbarmen: Jedes Jahr, das du wartest, kostet dich weit mehr, als du in diesem Jahr investiert hättest.
Dieser Altersvorsorge-Rechner hilft dir zu ermitteln, wie viel Kapital du wirklich brauchst, welche monatliche Sparrate dich dorthin bringt und wie du mehrere Vorsorgequellen — gesetzliche Rente, betriebliche Altersvorsorge, Riester-Rente und ETF-Sparpläne — zu einem stimmigen Gesamtplan kombinierst.
Die Formel für dein Rentenkapital
Das benötigte Rentenkapital ist nicht einfach deine heutigen Ausgaben multipliziert mit den Rentenjahren. Drei entscheidende Anpassungen musst du berücksichtigen:
- Inflation vor Renteneintritt: Deine monatlichen Ausgaben werden bei Renteneintritt deutlich höher sein. Bei 2,5 % Inflation verdoppeln sich die Ausgaben alle rund 28 Jahre.
- Reale Rendite im Ruhestand: Dein Kapital wächst auch während der Entnahmephase weiter — entscheidend ist die reale Rendite (Rendite minus Inflation).
- Langlebigkeitsrisiko: Dein Geld muss dein gesamtes Leben reichen. Angesichts der steigenden Lebenserwartung ist eine Planung bis 85 oder sogar 90 Jahre ratsam.
Wie viel solltest du sparen?
Ein 30-Jähriger, der mit 67 in Rente gehen und dabei 2.500 € an heutiger Kaufkraft im Monat zur Verfügung haben möchte (hochgerechnet mit 2,5 % Inflation über 37 Jahre), benötigt bei Renteneintritt monatliche Ausgaben von rund 6.230 €. Um dies über 18 Rentenjahre (67–85) bei einer Rendite von 7 % nach Renteneintritt zu finanzieren, ist ein Kapital von rund 930.000 € nötig. Eine monatliche Sparrate von etwa 440 € bei 7 % Rendite über 37 Jahre baut genau dieses Kapital auf. Wer erst 5 Jahre später — mit 35 statt 30 — beginnt, muss die Sparrate auf rund 575 € pro Monat erhöhen.
Die drei Säulen der Altersvorsorge
Ein tragfähiger Rentenplan stützt sich in der Regel auf drei unterschiedliche Vorsorgequellen:
| Vorsorgeform | Wer zahlt ein | Charakteristik | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|
| Gesetzliche Rente | Pflichtversicherte Arbeitnehmer | Umlagefinanziert, staatlich organisiert | Ab gesetzlichem Renteneintrittsalter (schrittweise auf 67 Jahre) |
| Betriebliche Altersvorsorge (bAV) | Angestellte, oft mit Arbeitgeberzuschuss | Kapitalgedeckt, Rendite je nach Vertrag | Meist ab Renteneintritt |
| Private Altersvorsorge (z. B. Riester, ETF-Sparplan) | Alle | Frei wählbar — von garantiert bis marktbasiert | Je nach Produkt flexibel oder ab Rentenbeginn |
Eine ausgewogene Altersvorsorge kombiniert in der Regel alle drei Säulen. Die gesetzliche Rente und die betriebliche Altersvorsorge bieten Stabilität mit überschaubarem Risiko, während die private Vorsorge — insbesondere ein breit gestreuter ETF-Sparplan — das größte langfristige Wachstumspotenzial bietet und eine verbleibende Rentenlücke schließt.
Die sichere Entnahmerate verstehen
Die 4-%-Entnahmeregel (Safe Withdrawal Rate, SWR) wurde ursprünglich anhand historischer US-Marktdaten über einen Zeitraum von 30 Jahren hergeleitet. Sie gilt als grober Richtwert, der sich grundsätzlich auch auf europäische Portfolios übertragen lässt, aber an die eigene Lebenserwartung, Portfoliozusammensetzung und Risikobereitschaft angepasst werden sollte. Viele Finanzplaner empfehlen für eine konservative Planung eine Entnahmerate von 3–3,5 %, oder 4 %, wenn du bereit bist, die Entnahme in schwachen Marktphasen flexibel anzupassen. Bei einer Entnahmerate von 4 % erzeugt ein Kapital von 800.000 € im ersten Jahr eine Entnahme von 32.000 € pro Jahr bzw. rund 2.667 € im Monat, mit jährlicher Inflationsanpassung danach.
Die FIRE-Bewegung
Financial Independence, Retire Early (FIRE) gewinnt auch in Europa an Bedeutung. Zu den zentralen FIRE-Strategien zählen eine Sparquote von 50–70 % des Einkommens, eine aggressive Aktienquote in den frühen Erwerbsjahren, ein Zielkapital vom 25- bis 33-Fachen der jährlichen Ausgaben sowie der Aufbau mehrerer Einkommensquellen für mehr Flexibilität. Der Entnahmeplaner im Tab „Erweitert“ hilft dir zu prüfen, ob dein Kapital einen früheren Ruhestand mit deiner gewünschten Entnahme tragen kann.
Tipps zur Altersvorsorge
- So früh wie möglich anfangen: Zeit ist die wichtigste Variable bei der Altersvorsorge. Schon 50 €/Monat, mit 22 Jahren begonnen, können mehr bewirken als 300 €/Monat, die erst mit 35 Jahren gestartet werden.
- Gesetzliche Rente und betriebliche Altersvorsorge zuerst nutzen: Beide bieten planbare, oft geförderte Beiträge. Prüfe, ob dein Arbeitgeber einen bAV-Zuschuss anbietet, und nutze ihn vollständig aus.
- Staatlich geförderte private Vorsorge nutzen: Produkte wie die Riester-Rente bieten Zulagen und Steuervorteile — prüfe, ob sich das für deine Situation lohnt.
- In jungen Jahren aktienlastig investieren: Bei einem Anlagehorizont von 20+ Jahren ist ein Aktienanteil von 70–80 % in breit gestreuten ETFs üblich. Mit zunehmender Nähe zum Ruhestand sinkt der Anteil schrittweise auf 40–50 %.
- Gesundheitskosten einplanen: Zusätzliche Gesundheitskosten im Alter können erheblich sein. Eine ausreichende Absicherung und ein separater Puffer im Kapital sind sinnvoll.