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Altersvorsorge-Rechner

Inflationsbereinigte Kapitalplanung mit Aufschlüsselung nach Vorsorge-Säulen und Entnahmeanalyse

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Dein Vorsorge-Profil

Gib deine Daten ein, um das benötigte Rentenkapital zu berechnen

Ausgaben_Rente = Monatl._Ausgaben × (1 + Inflation)^Jahre_bis_Rente
Kapital = Ausgaben_Rente × 12 × [1 − (1+r)^(−n)] / r  |  r = Realrendite / 12, n = Monate im Ruhestand
Sparrate = Kapital × Monatszins / ((1 + Monatszins)^Monate − 1)

Rechenbeispiele

👤 Standardrente
Alter jetzt / Rente30 / 67
Monatliche Ausgaben2.500 €
Inflation2,5 % p.a.
Rendite7 % p.a.
Lebenserwartung85 Jahre
Benötigtes Kapital
~930.000 €
Monatliche Sparrate: ~440 €
💼 4-%-Entnahmeregel
Kapital bei Rente800.000 €
Sichere Entnahmerate4 %
Rendite nach Rente4 % p.a.
Inflation nach Rente2,5 % p.a.
Monatliche Entnahme
2.667 €/Monat
Kapital reicht ~31 Jahre
📊 Mehrquellen-Plan
bAV-Kapital278.000 €
Riester-Kapital90.000 €
Fondskapital151.000 €
ETF-Sparplan-Kapital366.000 €
Gesamtkapital kombiniert
885.000 €
vs. 800.000 € Ziel — Überschuss 85.000 €

Altersvorsorge planen — der vollständige Ratgeber

Die Altersvorsorge ist das wichtigste finanzielle Ziel für jeden Berufstätigen — und gleichzeitig eines der am häufigsten aufgeschobenen. Anders als ein Immobilien- oder Autokredit hat die Rente keinen fixen Termin, der einem sofort ins Auge springt. Das macht es leicht, die Planung zu verschieben. Doch die Mathematik des Zinseszinseffekts kennt kein Erbarmen: Jedes Jahr, das du wartest, kostet dich weit mehr, als du in diesem Jahr investiert hättest.

Dieser Altersvorsorge-Rechner hilft dir zu ermitteln, wie viel Kapital du wirklich brauchst, welche monatliche Sparrate dich dorthin bringt und wie du mehrere Vorsorgequellen — gesetzliche Rente, betriebliche Altersvorsorge, Riester-Rente und ETF-Sparpläne — zu einem stimmigen Gesamtplan kombinierst.

Die Formel für dein Rentenkapital

Das benötigte Rentenkapital ist nicht einfach deine heutigen Ausgaben multipliziert mit den Rentenjahren. Drei entscheidende Anpassungen musst du berücksichtigen:

  • Inflation vor Renteneintritt: Deine monatlichen Ausgaben werden bei Renteneintritt deutlich höher sein. Bei 2,5 % Inflation verdoppeln sich die Ausgaben alle rund 28 Jahre.
  • Reale Rendite im Ruhestand: Dein Kapital wächst auch während der Entnahmephase weiter — entscheidend ist die reale Rendite (Rendite minus Inflation).
  • Langlebigkeitsrisiko: Dein Geld muss dein gesamtes Leben reichen. Angesichts der steigenden Lebenserwartung ist eine Planung bis 85 oder sogar 90 Jahre ratsam.

Wie viel solltest du sparen?

Ein 30-Jähriger, der mit 67 in Rente gehen und dabei 2.500 € an heutiger Kaufkraft im Monat zur Verfügung haben möchte (hochgerechnet mit 2,5 % Inflation über 37 Jahre), benötigt bei Renteneintritt monatliche Ausgaben von rund 6.230 €. Um dies über 18 Rentenjahre (67–85) bei einer Rendite von 7 % nach Renteneintritt zu finanzieren, ist ein Kapital von rund 930.000 € nötig. Eine monatliche Sparrate von etwa 440 € bei 7 % Rendite über 37 Jahre baut genau dieses Kapital auf. Wer erst 5 Jahre später — mit 35 statt 30 — beginnt, muss die Sparrate auf rund 575 € pro Monat erhöhen.

Die drei Säulen der Altersvorsorge

Ein tragfähiger Rentenplan stützt sich in der Regel auf drei unterschiedliche Vorsorgequellen:

VorsorgeformWer zahlt einCharakteristikVerfügbarkeit
Gesetzliche RentePflichtversicherte ArbeitnehmerUmlagefinanziert, staatlich organisiertAb gesetzlichem Renteneintrittsalter (schrittweise auf 67 Jahre)
Betriebliche Altersvorsorge (bAV)Angestellte, oft mit ArbeitgeberzuschussKapitalgedeckt, Rendite je nach VertragMeist ab Renteneintritt
Private Altersvorsorge (z. B. Riester, ETF-Sparplan)AlleFrei wählbar — von garantiert bis marktbasiertJe nach Produkt flexibel oder ab Rentenbeginn

Eine ausgewogene Altersvorsorge kombiniert in der Regel alle drei Säulen. Die gesetzliche Rente und die betriebliche Altersvorsorge bieten Stabilität mit überschaubarem Risiko, während die private Vorsorge — insbesondere ein breit gestreuter ETF-Sparplan — das größte langfristige Wachstumspotenzial bietet und eine verbleibende Rentenlücke schließt.

Die sichere Entnahmerate verstehen

Die 4-%-Entnahmeregel (Safe Withdrawal Rate, SWR) wurde ursprünglich anhand historischer US-Marktdaten über einen Zeitraum von 30 Jahren hergeleitet. Sie gilt als grober Richtwert, der sich grundsätzlich auch auf europäische Portfolios übertragen lässt, aber an die eigene Lebenserwartung, Portfoliozusammensetzung und Risikobereitschaft angepasst werden sollte. Viele Finanzplaner empfehlen für eine konservative Planung eine Entnahmerate von 3–3,5 %, oder 4 %, wenn du bereit bist, die Entnahme in schwachen Marktphasen flexibel anzupassen. Bei einer Entnahmerate von 4 % erzeugt ein Kapital von 800.000 € im ersten Jahr eine Entnahme von 32.000 € pro Jahr bzw. rund 2.667 € im Monat, mit jährlicher Inflationsanpassung danach.

Die FIRE-Bewegung

Financial Independence, Retire Early (FIRE) gewinnt auch in Europa an Bedeutung. Zu den zentralen FIRE-Strategien zählen eine Sparquote von 50–70 % des Einkommens, eine aggressive Aktienquote in den frühen Erwerbsjahren, ein Zielkapital vom 25- bis 33-Fachen der jährlichen Ausgaben sowie der Aufbau mehrerer Einkommensquellen für mehr Flexibilität. Der Entnahmeplaner im Tab „Erweitert“ hilft dir zu prüfen, ob dein Kapital einen früheren Ruhestand mit deiner gewünschten Entnahme tragen kann.

Tipps zur Altersvorsorge

  • So früh wie möglich anfangen: Zeit ist die wichtigste Variable bei der Altersvorsorge. Schon 50 €/Monat, mit 22 Jahren begonnen, können mehr bewirken als 300 €/Monat, die erst mit 35 Jahren gestartet werden.
  • Gesetzliche Rente und betriebliche Altersvorsorge zuerst nutzen: Beide bieten planbare, oft geförderte Beiträge. Prüfe, ob dein Arbeitgeber einen bAV-Zuschuss anbietet, und nutze ihn vollständig aus.
  • Staatlich geförderte private Vorsorge nutzen: Produkte wie die Riester-Rente bieten Zulagen und Steuervorteile — prüfe, ob sich das für deine Situation lohnt.
  • In jungen Jahren aktienlastig investieren: Bei einem Anlagehorizont von 20+ Jahren ist ein Aktienanteil von 70–80 % in breit gestreuten ETFs üblich. Mit zunehmender Nähe zum Ruhestand sinkt der Anteil schrittweise auf 40–50 %.
  • Gesundheitskosten einplanen: Zusätzliche Gesundheitskosten im Alter können erheblich sein. Eine ausreichende Absicherung und ein separater Puffer im Kapital sind sinnvoll.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Kapital brauche ich für die Rente?
Das benötigte Rentenkapital hängt von deinen monatlichen Ausgaben, deiner Lebenserwartung, der Inflation und der erwarteten Rendite ab. Eine gängige Faustregel ist das 25-Fache deiner jährlichen Ausgaben (4-%-Regel). Wer heute 2.500 €/Monat benötigt, käme so auf ein Mindestkapital von rund 750.000 €. Angesichts von Inflation über Jahrzehnte empfehlen viele Planer eher das 30- bis 40-Fache der jährlichen Ausgaben. Nutze diesen Rechner mit deinen eigenen Zahlen für eine präzise Angabe.
Was ist die 4-%-Entnahmeregel?
Die 4-%-Regel besagt, dass du im ersten Jahr 4 % deines Rentenkapitals entnehmen und die Entnahme in den Folgejahren an die Inflation anpassen kannst — mit hoher Wahrscheinlichkeit reicht das Kapital dann rund 30 Jahre. Bei 800.000 € Kapital bedeutet das 32.000 €/Jahr bzw. rund 2.667 €/Monat. Für eine vorsichtigere Planung empfehlen viele Berater 3–3,5 %, besonders bei längeren Rentenphasen.
Ab welchem Alter sollte ich mit der Altersvorsorge beginnen?
Je früher, desto besser. Wer mit 25 beginnt, hat bis 67 rund 42 Jahre Zinseszinseffekt vor sich. Ein monatlicher ETF-Sparplan von 200 € bei 7 % Rendite, mit 25 Jahren gestartet, wächst bis 67 auf etwa 610.000 € an. Derselbe Sparplan, erst mit 35 gestartet (nur 10 Jahre weniger Laufzeit), erreicht nur rund 286.000 € — über 50 % weniger. Falls du noch nicht begonnen hast: Starte heute, mit dem Betrag, den du dir leisten kannst.
Wie wirkt sich die Inflation auf die Altersvorsorge aus?
Inflation ist die größte Bedrohung für eine sichere Rente. Bei 2,5 % Inflation verdoppeln sich deine Ausgaben alle rund 28 Jahre. Wer heute 2.500 €/Monat benötigt und in 30 Jahren in Rente geht, braucht dann etwa 5.250 €/Monat, um denselben Lebensstandard zu halten. Der Rechner rechnet deine heutigen Ausgaben automatisch auf das richtige Zielkapital hoch.
Was ist der Unterschied zwischen gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersvorsorge?
Die gesetzliche Rente ist für die meisten Arbeitnehmer verpflichtend und umlagefinanziert. Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) wird über den Arbeitgeber organisiert, oft mit Zuschuss. Die private Altersvorsorge — etwa Riester-Rente, private Rentenversicherung oder ETF-Sparplan — ist freiwillig und lässt sich flexibel an die eigene Risikobereitschaft anpassen. Ein vollständiger Rentenplan kombiniert alle drei Säulen; unser Mehrquellen-Planer hilft dir dabei.
Wie berechne ich meine monatliche Sparrate für die Altersvorsorge?
Zuerst rechnest du die heutigen monatlichen Ausgaben auf das Renteneintrittsalter hoch: Kapitalbedarf = Ausgaben × (1+Inflation)^Jahre. Danach berechnest du das benötigte Kapital mit der Rentenbarwert-Formel bei deiner realen Rendite. Zuletzt nutzt du die PMT-Formel: Sparrate = Kapital × r / ((1+r)^n − 1), wobei r der monatliche Zins und n die Anzahl der Monate bis zur Rente ist. Dieser Rechner übernimmt alle Schritte automatisch — trage einfach deine Werte ein.
Welche Rendite ist realistisch für die Altersvorsorge?
Vor Renteneintritt: 6–8 % sind realistisch für ein überwiegend aktienbasiertes Portfolio via ETF-Sparplan über 20–30 Jahre. Nach Renteneintritt: 3–5 % ist eine gängige Annahme für ein ausgewogenes Portfolio. Der Standardwert von 7 % vor und 4 % nach Renteneintritt in diesem Rechner ist eine moderate Planungsannahme — passe ihn an deine tatsächliche Risikobereitschaft und Anlagestrategie an.
Kann ich früher in Rente gehen (FIRE-Bewegung)?
Ja, FIRE (Financial Independence, Retire Early) ist mit diszipliniertem Sparen erreichbar. Ein Ausstieg mit 40–50 erfordert ein größeres Kapital (25- bis 40-Fache der jährlichen Ausgaben), eine niedrigere Entnahmerate (2,5–3,5 %), eine hohe Sparquote während der Erwerbsjahre (50–70 % des Einkommens) und mehrere Einkommensquellen. Die größte Herausforderung: Gesetzliche Rente und betriebliche Vorsorge sind oft erst spät verfügbar, weshalb eine FIRE-Strategie stärker auf ETF-Sparpläne und liquide Anlagen für die Zeit vor dem regulären Renteneintritt setzt.

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